Verkehrssteuer - Hassel

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Verkehrssteuer

Im Jahre 1627 wurde ein Hans Grünewald im Namensregister der alten Schatzbeschreibungen als Stammsitzer eines Gastlichen Hauses genannt.

In seine Eingangspforten steht die legendäre Gestalt des Heinrich Christian Ludewig Haller. Als Wachtmeister beim Regiment Garde du Corps abgemustert, wird ihm der mit Dorothea Harling aus Sülze verheiratet ist als Abfindung für seinen Militärdienst "eine Abbauerstelle an der Chaussee beim Haslerfelde, wo die Dorfschaften Offen, Sülze, Catensen, Eversen und Haßel berechtigt sind, ausgewiesen". Hier im "Grünen Wald" eröffnete Haller im Jahre 1831 den Krug "Zum Wachtmeister"

Die Garde du Corps, die aus dem berühmten 1. Leichten Dragoner-Regiment der Königlich Deutschen Legion hervorgegangen war, gardisonierte in den ersten Jahren nach den Freiheitskriegen in Celle. Zeitweise lagen die hannoversche Reiterregimenter auf den Dörfern in den Gehöften in Quartier: noch heute erinnern die Bezeichnungen "Rüterkoamer" und "Rüterspieker" in alten Bauernhäusern an diesen Gebrauch. Wachtmeister Haller war bei dieser Gelegenheit eine Zeitlang in Sülze einquartiert gewesen, hatte dort seine Frau kennengelernt und nahm deshalb gern die ihm angetragene Kate, zu der auch noch 28 Morgen Grundbesitz gelegt wurden, an. Ein Pferdestall, der über 30 Pferde aufnehmen konnte, gehörte mit zu dem Anwesen, auf dem aber bereits eine recht bemerkenswerte Vergangenheit ruhte.

Denn bevor sein jetziger Besitzer das Wohnhaus dem Gott "Bacehus" als bleibendes Domizil verschrieb, diente dieses dem Fiskus als "Chausseeinnehmerhaus", eine mittelalterliche Einrichtung noch, die dem Staat zwar Einnahmen, nichtsdestoweniger aber auch Unkosten brachte.

So denn quälten sich Frachtwagen und beladene Frachtkarren durch grundlose Straßen. Postkutschen und Extra-Posten mühten sich um eiliges Vorwärtskommen. Chaisen, Korbwagen, Reisewagen aller Art, Cabriolets und Cariolen eilten vorüber, während "Landfuhrwerke mit Getreide, Holz, Stroh, Heu und Produkten aller Art beladen" nur langsam und beschwerlich vorankamen. Schlitten glitten im Winter vorüber, Pferde zogen Schlitten und Wagen, aber auch "Hornvieh und Esel" fanden sich auf den Wagen. Reit-, Hand-, Pack- und Koppelpferde und Maulesel, zertraten mit unzähligen Hufen die Wege. Füllen, Esel und Hornvieh wurden über die Straße getrieben und endlich fehlten auch Schafe, Schweine, Kälber und Ziegen nicht als verkehrssteuerpflichtige Verkehrsteilnehmer!

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